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Gegen drohende Altersarmut ...
 
... muss etwas getan werden, besonders im Hinblick auf die Frauen. Das war der politische Konsens der Diskussionsveranstaltung im sehr gut besuchten SeniorenMedienForum Bonn.
 
Am heutigen Nachmittag stellten sich die Bonner Bundestagsabgeordneten
Dr. Stephan Eisel (CDU), Ulrich Kelber (SPD) und Paul Schäfer (Die Linke) sowie Katja Dörner (Die Grünen), die erstmals für den Deutschen Bundestag kandidiert, den Fragen der Bonner Seniorinnen und Senioren in einer sehr lebhaft und teils kontrovers geführten Diskussionsveranstaltung. Lediglich der Bonner Bundestagsabgeordnete Dr. Guido Westerwelle (FDP) glänzte durch Abwesenheit und hielt es noch nicht einmal für nötig, einen Vertreter zu dieser Veranstaltung zu entsenden. Umso grotesker, wenn man bedenkt, dass Dr. Westerwelle im Vorfeld großmundig angekündigt hatte, ernsthaft um das Direktmandat in Bonn mitkämpfen zu wollen und aus diesem Grund auch auf seinen Wahlplakaten aufruft, ihm die Erststimme zu geben.
 
Der politische Konsens der vier engagiert auftretenden Vertreter ihrer Parteien im Hinblick auf die Seniorenpolitik war schnell gefunden:
Es muss etwas gegen die drohende Altersarmut getan werden, besonders im Hinblick auf die Frauen, die im Laufe ihres Lebens berufliche Ausfallzeiten zu verkraften haben, wenn sie zum Beispiel für die Erziehung ihrer Kinder aus dem Berufsleben ausscheiden. Auch an der Pflegeversicherung auf solidarischer Basis soll sich nichts ändern.
 
Es wurde über eine Garantierente diskutiert, auch eine Bürgerversicherungsrente kam ins Gespräch. Aber ebenso die bittere Feststellung, dass die immer stärkere werdene Gruppe der Senioren keine Lobby auf bundespolitischer Ebene hat  - so wie sie zum Beispiel die Rüstungsindustrie besitzt.
 
Die Senioren zeigten sich in vielfältiger Weise interessiert an dem breiten Spektrum der politischen Themen, und so wurden auch Fragen zu den Bereichen Arbeitslosigkeit, Bildung und vor allem dem Auslandseinsatz der Bundeswehr gestellt. Gerade hinsichtlich des Auslandseinsatzes der Bundeswehr in Afghanistan kam es zu teils heftigen Meinungsverschiedenheiten zwischen den einzelnen Politikern.
 
Am Ende dieser sehr gelungenen
90-minütigen Veranstaltung honorierten die anwesenden Seniorinnen und Senioren vor allem, dass die vier politischen Vertreter ihrer Parteien - Katja Dörner (Die Grünen), Paul Schäfer (Die Linke), Ulrich Kelber (SPD) und Dr. Stephan Eisel (CDU) - durch ihr engagiertes Auftreten und alleine schon durch ihre Anwesenheit bei dieser Diskussionsveranstaltung zeigten, dass es ihnen wichtig ist, ein offenes Ohr für die Fragen und Probleme der Bürgerinnen und Bürger in ihrem Wahlkreis zu haben... was man bei bereits oben erwähntem Dr. Guido Westerwelle doch arg in Frage stellen muss.
Schließlich sind die Bonner Bundestagsabgeordneten - zu denen hoffentlich bald auch die sympathisch auftretende Kandidatin Der Grünen, Katja Dörner gehört - das Sprachrohr aller Bonner Bürgerinnen und Bürger in Berlin.
 
THOMAS DOGEN
Chefredakteur Online-Redaktion

23.09.2009

 
 
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