Vor allem geht es dabei um Eric Claptons wirklich atemberaubende Fingerfertigkeit an der Gitarre, wobei auch seine Stimme eindrucksvoll und markant seine Botschaften transportiert. Seit er 1963 seine ersten Erfolge feierte, wuchs seine Fangemeinde weltweit stetig. Heute besitzt Clapton in der Musikszene den Status eines "Gitarrengottes", nicht zuletzt, weil er immer seinem Stil treu geblieben ist und sich voll und ganz mit seiner Musik identifizieren kann.
Doch trotz seiner Erfolge auf der Bühne ist Clapton überzeugt: "Glück ist etwas sehr Kostbares. Ich hatte es nur sehr selten." Wer seine Lebensgeschichte jenseits der Bühne betrachtet, wundert sich nicht über diese Worte. Als seine Mutter ihn zur Welt brachte, war diese erst 16 Jahre alt. Eric wuchs bei seinen Großeltern in der englischen Grafschaft Surrey auf. Seine ganze Familie sei alkoholkrank gewesen, er mit 16 Jahren bereits ein kompletter Alkoholiker, erzählte Clapton jüngst. Später war er mehrere Jahre heroinabhängig. Private Schicksalsschläge wie der Tod von guten Freunden oder der Verlust seines kleinen Sohnes 1991 waren nicht selten. Und auch mit den Frauen lief es nie sonderlich gut.
Die Musik helfe ihm, sich immer wieder aus dem Sumpf zu ziehen, beteuert Clapton. Heute scheint er glücklich. Er ist verheiratet, hat vier Töchter und unterstützt unter anderem eine Entzugsklinik in der Karibik. Offensichtlich will er nicht mehr - wie in seinem berühmtesten Song "Tears in Heaven", den er anlässlich des Todes seines kleinen Sohnes schrieb - auf den Tod und den Himmel warten, um nicht mehr weinen zu müssen.
THOMAS DOGEN
Chefredakteur
Online-Redaktion
30.03,2010 |